-Bison- Nahrungsquelle der Indianer

IMG_0382Die Bisons sind Wildrinder die hauptsächlich auf der Nordhalbkugel verbreitet sind und waren Hauptnahrungsquelle von nomadischen Stämmen wie die Plains. Für die Jagd wurden Pfeil und Bogen, Speere und Fallen verwendet und die Jagdmethoden waren oft sehr einfallsreich und teilweise auch sehr grausam. Nach der Jagd wurde das Fleisch des Bisons weitgehend sofort verzehrt indem es aufgespießt, über Lagerfeuer gehängt und gebraten wurde. Gelegentlich wurde daraus auch Eintopf gekocht, indem die Indianerfrauen ein Stück Bisonhaut oder den Magen an vier Stangen banden, mit Wasser, Fleischstücke und wildgewachsenem Gemüse füllten. Dann gaben sie im Feuer erhitzte Steine dazu um das Wasser zum kochen zu bringen und das Fleisch gar zu bekommen. Für Zeiten in denen keine Jagd möglich war, konservierten sie das Fleisch der Bisons indem sie es in dünne Streifen schnitten,auf ein Holzgestell banden und in der Sonne trocknen ließen. Anschließend wurden die harten Fleischstücke mit einem Hammer zerschlagen und im Mörser bearbeitet. Das gewonnene Dörrfleisch wurde mit getrockneten Beeren und Fett vermengt (Pemmikan) und in bemalten Rohhauttaschen, sogenannte Parfleches, gelagert. Pemmikan war sehr proteinreich und konnte als Dauernahrung über mehrere Monate aufbewahrt werden und war hauptsächlich für die harten Winter bestimmt. Einige Präriestämme verwendeten krugförmige Erdgruben, in denen Fleisch, Obst, Mais und Gemüse für die Wintermonate eingelagert wurden. IMG_0377

Nichts wurde von den Tieren verschwendet, aus der Haut wurde Kleidung gewonnen, die Sehnen wurden für Bogensehnen oder Umwickelungen verwendet, aus der rauen Seite der Zunge wurden Haarbürsten hergestellt und sogar die Knochen wurden zertrümmert um an das Mark zu kommen.

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Bisons sind nicht nur ein beeindruckender Anblick und majestätische Wesen, sondern liefern auch heutzutage edelstes Fleisch mit unverwechselbarem Geschmack. Bisonfleisch ist sehr mager und im Gegensatz zum Rind, dass den Geschmack erst durch die Fettmarmorierung  beim braten erhält, selbst ein Geschmacksträger. Zudem ist es reich an Eisen, Zink und zahlreichen Vitaminen, wird nach dem Verzehr schneller und ohne Übersättigungsgefühl abgebaut und qualifiziert sich somit auch als ideale Nahrung für Leistungssportler.

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