„Quinoa“ Das Gold der Inkas

Quinoa stammt aus Südamerika und da schon seit 6000 Jahren Hauptnahrungsmittel zusammen mit dem Amarant. Angebaut wurde er besonders in den Hochebenen der Anden  in einer Höhe von 4000 Metern. Dort waren beide Pflanzenarten lebensnotwendig, weil Mais in dieser Höhe nicht mehr wachsen konnte. Die mineralstoffreichen Blätter werden als Salat oder Gemüse verzehrt. Die etwa senfkorngroßen Körner haben eine getreideähnliche Zusammensetzung und werden als glutenfreies Pseudogemüse bezeichnet. Botanisch gesehen ist es aber eher ein Fuchsschwanzgewächs und ist deshalb eher mit Spinat oder Rüben verwandt und nicht mit Weizen, Roggen und Hafer das alles Gräser sind. Quinoa wird bis zu 2 Meter hoch und ist sehr robust. Extreme Wetterbedingungen verträgt die Pflanze genauso gut wie schlechte Böden.

Wer Quinoa regelmäßig verzehrt, profitiert- genau wie einst die ausdauernden Krieger der Inka- von der Widerstandsfähigkeit und Kraft dieser Pflanze und ihren Samenkörnern. Während der spanischen Eroberungszüge  gegen die Inkas und Azteken im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Quinoa und Amarant verboten und sogar unter Todesstrafe gestellt. Damit sollten die Völker geschwächt werden. Dadurch das diese Pflanzen als unchristlich eingestuft wurden, blieb dieses Nahrungsmittel bis ins 20. Jahrhundert bei uns in Europa nahezu unbekannt. Erst 1993 machte ein Bericht der NASA diese Pflanzen als „neues Getreide“, das sich durch seine hohen Eiweißwerte besonders für die Nutzung in Raumstationen oder Kolonien eignen würde, international bekannt. Daraufhin stieg die Nachfrage in den kommenden Jahren in Nordamerika und bei uns in Europa sprunghaft an. Der Gehalt an Eiweiß und einige Mineralien wie Magnesium und Eisen übertrifft sogar den Gehalt bei uns bekannten Getreidearten. Heute erfolgt der Anbau hauptsächlich in Ländern wie Peru, Bolivien und Ecuador.

Ouinoa , von südamerikanischen Ureinwohnern „kienwah“ ausgesprochen,  kann aufgrund des hohen Aminosäuregehalts besonders Veganern empfohlen werden da deren Speiseplan relativ proteinarm sein kann.  Doch hat Quinoa so viele Vorteile, im Vergleich zu  unseren Getreidesorten, dass er jedem Menschen wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Zudem ist das leckere Gemüse noch glutenfrei und ist deshalb  bei Allergikern eine willkommene  Abwechslung.

Die Zubereitung von Quinoa ist ähnlich wie bei Getreide und kann roh oder gekocht verzehrt werden. Grundsätzlich sollten die Körner vor jedweder Zubereitungsart  unter fließendem Wasser gut abgespült werden. Die beliebteste Art ist es Quinoa so wie Reis  zu kochen. Dazu wird er in der doppelten Wassermenge  gut 10 Min leicht geköchelt und dann lässt man ihn noch ca 10 Minuten nachquellen. Auch wenn man ihn nur in der heissen Pfanne röstet, bis er pufft, schmeckt er sehr köstlich.

Ausserdem ist Quinoa ein besonders tryptophanreiches Lebensmittel. Tryptophan ist eine Aminosäure, die im Gehirn für die Herstellung des Glückshormons „Serotonin“gebraucht wird und sorgt damit für gute Stimmung. Zudem ist er reich an Lysin, dem nachgesagt wird Krebs vorzusorgen. Und durch seinen hohen Gehalt an Magnesium, bemerkten viele Menschen die an Migräne leiden eine positive Wirkung. Für die Inkas war es schon damals nicht nur Hauptnahrungsquelle, sondern auch ein Wundermittel gegen Halsentzündungen.

Alles in allem macht das den Quinoa zu einem sogenannten „Superfood“ das zudem noch sehr lecker schmeckt und unsern Speiseplan sehr bereichert.

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